Wann?
5. bis 8. November 2026
Wo?
Stadt Bern & Bundeshaus
Für wen?
Bist du zwischen 14 und 21 Jahre und wohnst in der Schweiz?
Kosten
Keine!! Anreise, Unterkunft und Verpflegung werden von uns übernommen!
Anmeldung
Das Anmeldeformular für Teilnehmende sowie Helfer*innen wird Anfang Mai geöffnet
Themen der Jugendsession 2026
Digitale Ethik
Digitale Ethik ist ein zentrales Thema, weil digitale Technologien und soziale Medien unseren Alltag, unsere Kommunikation und unser demokratisches Zusammenleben tiefgreifend verändern. Fragen rund um Datenschutz, Überwachung und den verantwortungsvollen Umgang mit Daten stehen im Zentrum aktueller Debatten – etwa wie personenbezogene Daten geschützt werden und wie staatliche sowie private Akteur:innen Überwachung begrenzen. Gleichzeitig wirft die Abhängigkeit von Social Media ethische und gesundheitliche Fragen auf, etwa zu algorithmischer Beeinflussung, Desinformation oder psychischer Belastung junger Menschen. Für die Jugendsession bietet sich so die Chance, über Regulierungsansätze, Rechte im digitalen Raum und die Gestaltung einer ethisch verantwortlichen digitalen Zukunft zu diskutieren.
Agrarpolitik
Die Schweizer Agrarpolitik ist ein zentrales politisches Thema, weil sie Nachhaltigkeit, Ernährungssicherheit, Klima- und Landschaftsschutz umfasst. Gleichzeitig beinhaltet Agrarpolitik die Zukunft von Bäuerinnen und Bauern, Import- und Exportregeln, sowie Subventionen, die dafür sorgen, dass die Landwirtschaft ökologisch tragbar und ökonomisch überlebensfähig bleibt. Angesichts globaler Herausforderungen wie Klimawandel, Rohstoffknappheit und Preisdruck lohnt es sich gerade für junge Menschen, über Ernährungssysteme, Tierwohl und fairen Wettbewerb zu diskutieren. An der Jugendsession können diese Fragen politisch verhandelt werden, um Wege zu finden, wie die Schweiz ihre Landwirtschaft zukunftsfähig und gerecht gestaltet.
Katastrophenschutz in der Schweiz
Katastrophenschutz ist in der Schweiz ein aktuelles Thema, weil Natur- und Unglücksereignisse hier in letzter Zeit sehr deutlich gezeigt haben, wie schnell Menschen, ganze Dörfer und Infrastrukturen betroffen sein können. Sei es der Kollaps des Gletschers in Blatten, der Felssturz in Brienz oder die verheerende Brandkatastrophe in Crans-Montana, die Ereignisse zeigen, wie der Klimawandel oder weitere Gefährdungslagen unsere Sicherheitsstrategien fordern. An der Jugendsession lohnt es sich deshalb, darüber zu diskutieren, wie die Schweiz ihre Bevölkerung besser schützen und gleichzeitig resilienter gegenüber zukünftigen Katastrophen machen kann.
Jugendliche im Asylverfahren
Das Thema Jugendliche im Asylsystem ist in der Schweiz aktuell und gesellschaftlich bedeutend, weil viele Kinder und Jugendliche Teil der Asylgesuche sind und besondere Schutzbedürfnisse haben. Laut dem Refugee Council wurden im Jahr 2024 in der Schweiz insgesamt 27 740 Asylgesuche eingereicht, wovon rund 10 % von unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden (MNA/UMA) stammten, also jungen Menschen, die ohne Eltern oder Sorgeberechtigte Schutz suchten.
Besonders auffällig war, dass die Zahl der unbegleiteten Minderjährigen gegenüber dem Vorjahr um fast 40 % gesunken ist (auf etwa 2 639 Personen), was Teil einer breiteren Debatte über Fluchtbewegungen, Integrationsmöglichkeiten und Altersfeststellungen ist. Gleichzeitig machen Kinder insgesamt einen hohen Anteil aller Asylgesuche aus – etwa 41 % der neuen Gesuche 2024 wurden von Kindern und Jugendlichen gestellt, was zeigt, wie stark junge Menschen von globalen Konflikten und Fluchtbewegungen betroffen sind (Save the Children, 2025). Die Jugendsession will deshalb diskutieren, wie das Asylsystem gestaltet, die Rechte von Jugendlichen geschützt und gesellschaftliche Antworten auf Flucht und Migration gefunden werden können.
Innovation und Forschung
Die Schweiz gehört zu den führenden Ländern was Forschung und Innovation angeht. Durch Innovation und Forschung wird die Wettbewerbsfähigkeit, Wohlstand und Arbeitsplätze gesichert. Gleichzeitig stellen neue Technologien wie KI oder nachhaltige Energielösungen Politik und Gesellschaft vor grundlegende Fragen. Für junge Menschen ist das besonders relevant, weil sie die Auswirkungen heutiger Innovationsentscheide am längsten mittragen werden. An der Jugendsession bietet sich daher die Chance, mitzugestalten, wie die Schweiz Forschung fördert und Innovation verantwortungsvoll steuert.
Verschuldung
Verschuldung ist ein hochaktuelles Thema. Laut Swissinfo hatten im Jahr 2022 rund 40% der Bevölkerung mindestens eine Form von Schuld und jeder achte Haushalt wies Zahlungsrückstände auf. Gleichzeitig beeinflussen moderne „Buy Now, Pay Later“ Zahlungsmöglichkeiten das Konsumverhalten, weil sie Käufe in Raten erlauben – was zwar Flexibilität bringt, aber auch zur Verschuldung beitragen kann. Deshalb diskutieren Politik und Zivilgesellschaft über Schuldenprävention, finanzielle Bildung und Konsumentenschutz, um Überschuldung zu vermeiden und junge Menschen für verantwortungsvolle Finanzentscheidungen zu sensibilisieren. All das macht das Thema an der Jugendsession wichtig und spannend.
Glaubensfreiheit
Religions- und Glaubensfreiheit ist in der Schweiz ein zentrales Grundrecht und zugleich ein aktuelles politisches Thema. Sie garantiert, dass jede Person ihren Glauben frei wählen, wechseln oder auch keiner Religion angehören darf – und schützt sowohl religiöse Minderheiten als auch die Freiheit von Religion. Gleichzeitig entstehen gesellschaftliche Debatten etwa rund um religiöse Symbole im öffentlichen Raum, das Verhältnis von Staat und Kirche oder den Schutz vor Diskriminierung. An der Jugendsession bietet sich die Chance, darüber zu diskutieren, wie die Schweiz Religionsfreiheit, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Gleichberechtigung in einer vielfältigen Gesellschaft in Einklang bringt.
Berufliche Zukunft der Jugend
Die berufliche Zukunft der Jugend ist ein zentrales Thema, weil der Übergang von Schule oder Studium in den Arbeitsmarkt über Lebenswege, Einkommen und Teilhabe entscheidet. In der Schweiz stehen junge Menschen vor Herausforderungen wie dem effektiven Berufseinstieg, der Nachfrage nach neuen Skills, Digitalisierung und der Frage nach sicheren Perspektiven in einer sich wandelnden Arbeitswelt. Laut dem Bundesamt für Statistik sind die Arbeitslosenquoten insgesamt in der Schweiz tief, zeigen aber eine leicht steigende Arbeitslosigkeit auch unter Hochschulabsolvent:innen, etwa von 2,7 % auf rund 3,2 % zwischen 2021 und 2023. Bei Master-Absolvent:innen lag sie ein Jahr nach dem Abschluss sogar bei knapp 4%. Laut dem BFS ist die Arbeitslosigkeit bei Absolvent*innen einer Lehre seit 2010 zurückgegangen. Ein Studium ist demnach keine automatische Garantie für einen schnellen Einstieg in den Arbeitsmarkt mehr und es lohnt sich darüber zu diskutieren, wie Ausbildung, Qualifikationen und Arbeitsangebote besser aufeinander abgestimmt werden – gerade für junge Menschen, die ihren Berufseinstieg planen. An der Jugendsession bietet sich die Gelegenheit, diese Themen gemeinsam zu reflektieren und politische Ideen für faire Chancen und zukunftsgerichtete Berufsperspektiven zu entwickeln.
